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Jugend und digitale Medien

Young Clip Award für Special Effects und Thema "Vergebung"

privatKeine Sorge, das sind nur Special Effects: Unter anderem für sie wurde die Reli-Klasse von Pfarrer Benjamin Graf mit einem der "Young Clip Awards" aus dem gleichnamigen Videowettbewerb der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau ausgezeichnet.

„Hallo, Maul halten! Klappe, die erste.“ Über mehrere Wochen ein typischer Satz. Das war mal ein ganz anderer Unterricht: Am Tisch sitzen und zuhören? Ganz im Gegenteil! Kamera und Funkmikrophone auspacken, Soundcheck durchführen, Szeneorte wählen und gestalten. Wo kommen die Lichtstative hin, und läuft die Kamera schon?

privatKamera ab, Ton: läuft! Neben dem Spaß am kreativen Arbeiten vermittelte die Arbeit am Filmbeitrag zum Thema "Mobbing" auch jede Menge Medienkompetenz.

Für Mai 2020 hatte die Klasse 9aG der Rodgauer Geschwister-Scholl-Schule ein Video beim Young-Clip-Award der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) eingereicht. Ihr Video „Vom Gemobbten zum Mobber“ (https://www.youtu.be/clWsXTR5oG0) überzeugte die Jury. Sie hatte die Schülerinnen und Schüler zu Monatsgewinnern gekürt und nun zum Schluss des Jugendvideoprojekts der ganzen Klasse den „Spirit-Award“ mit einem Preisgeld von 500 Euro verliehen.

Unter der Leitung ihres Religionslehrers, des Nieder-Rodener Pfarrers Benjamin Graf, hat die Klasse in ihrem Video exemplarisch dargestellt, dass jedes Verhalten auch Ursachen hat: In ihrem Wettbewerbsbeitrag zeigen die (wie viele?) Jugendlichen, wie ein Vater seine beiden Kinder ungleich behandelt. Der Sohn muss sich anhören, er sei „die fünf Minuten mit seiner Frau nicht wert gewesen“, als er eine Mathearbeit mit Note 5 nach Hause bringt. Die Tochter bekommt Verständnis und keinen Ärger, als sie eine 6 beichtet. Dem Sohn gibt der Vater unbewusst die Schuld am tödlichen Unfall seiner Frau. Der gibt die Aggressionen des Vaters an schwächere Mitschüler weiter. Schließlich spricht der Sohn den Vater auf dessen Verhalten und die Schuldvorwürfe an. Der Vater erkennt nun, wie er seinen Sohn in seiner Trauer zu Unrecht schlecht behandelt hat. Er spricht seinen Sohn von der Schuld los und die beiden versöhnen sich.

Aus allen Monatsgewinnern wählte nun eine Jury mit bekannten Youtubern die besten acht aus und belohnte deren filmisches Engagement mit Preisen. „Eigentlich sollte es ein nach über einem Jahr Young-Clip-Award mit monatlichen Themen ein Abschluss-Wochenende mit Workshops und Gala-Dinner geben“, erzählt Benjamin Graf. Aber auch dabei kam durch Corona alles anders: „Stattdessen gab es eine Zoom-Konferenz mit vorher zugesandtem Popcorn, Brause und Picknickdecke. „Eine weitere schöne Anerkennung für die Begeisterung, mit der die Klasse bei der Sache war.“

An dem Video aus Rodgau gefiel der Jury neben der aufwändigen, sprichwörtlich „filmreifen“ Gestaltung mit Kunstblut und einem in Szene gesetzten Autounfall vor allem die inhaltliche Komponente: nämlich die Auseinandersetzung mit den tiefer liegenden Ursachen von Mobbing und die Perspektive der Versöhnung. Auch dass so viele Beteiligte dabei waren und offenkundig viel Spaß hatten, überzeugte die Experten in der Jury.

Übrigens gibt es auch ein Making-Off auf der Facebook-Seite des Young-Clip-Award: https://www.facebook.com/watch/?v=722894155126306

Wofür die Klasse das Geld verwenden will, wird Pfarrer Graf voraussichtlich erst im neuen Schuljahr klären können, da „derzeit noch kein Reli-Unterricht stattfinden kann“.

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