Dekanat Rodgau

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Mitgliederversammlung

Stärkere Diakonie vor Ort

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Regionale Diakonische Werke im Gebiet der EKHN sollen in gemeinnützige GmbH überführt werden – 180 Vertreter*innen der Mitgliedseinrichtungen entscheiden im Congress Park Hanau über Weiterentwicklung.

Der Wohlfahrtsverband Diakonie Hessen stellt sich neu auf und strukturiert seine Diakonischen Werke in der Region um: 2020 soll der Verband seine 17 Regionalen Diakonischen Werke (RDW) auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau in eine gemeinnützige Tochtergesellschaft der Diakonie Hessen überführen. Dies ist das Ergebnis der heutigen Mitgliederversammlung, auf der etwa 180 Vertreter*innen der Mitgliedseinrichtungen der Diakonie Hessen im Congress Park Hanau zusammengekommen sind.

 

Mehr Raum für Gestaltung und Kooperationen

 

„Unsere Mitglieder haben heute den von uns vorgeschlagenen Weg für unsere Regionalen Diakonischen Werke geebnet“, sagt Wilfried Knapp, Vorstand der Diakonie Hessen und designierter Geschäftsführer der neuen Trägergesellschaft. „Ab 2020 begleiten wir die RDW mit ihrer sozialen Beratungsarbeit in den Landkreisen in die Selbständigkeit. Unter dem Dach der Diakonie werden unsere RDW mit ihren über 1.300 Mitarbeitenden weiterhin Teil unserer Solidargemeinschaft sein. Gleichzeitig hat die neu geschaffene Gesellschaft als Verbandsmitglied mehr Raum für Gestaltung und Kooperation mit den Landkreisen, Kommunen und den evangelischen Dekanaten. Ihre sozialen Dienste können sie in Zukunft gemeinwesenorientiert zum Wohle der Menschen, die Hilfe in schwierigen Lebenssituationen benötigen, noch besser erbringen.“ 

Dr. Harald Clausen, Vorstand der Diakonie Hessen, sagt zur Verselbständigung der Regionalen Diakonischen Werke: „Wir sind bereit. Als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege und Werk der Kirchen haben wir seit jeher unsere Mitglieder im Blick. Nun können wir uns als Mitgliederverband noch stärker den Herausforderungen einer sich wandelnden Gesellschaft stellen. In einer Zeit, in der soziale Dienstleistungen viel zu oft eine Frage des Geldes sind, sollen die Menschen wissen: Diakonische Anbieter sozialer Dienste geben ihnen die Art der Unterstützung und Ermutigung, die sie für ein gutes Leben brauchen. Gleichzeitig werden wir weiter unsere Stimme für all diejenigen erheben, die oft ungehört bleiben.“

HINTERGRUND

Trägergesellschaft „Regionale Diakonische Werke in Hessen und Nassau gGmbH“

Zum 1. Januar 2020 soll die „Regionale Diakonische Werke in Hessen und Nassau gGmbH“ als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Diakonie Hessen gegründet werden. Die 17 regionalen Diakonischen Werke, die sich in Trägerschaft der Diakonie Hessen befinden, sollen in die gemeinnützige GmbH übertragen werden. Ihre Dienste soll die Tochtergesellschaft im Sommer 2020 nach einem Teilbetriebsübergang in neuer gesellschaftsrechtlicher Aufstellung aufnehmen. In einem nächsten Schritt wird eine Übernahme der Tochtergesellschaft durch die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau angestrebt. Die Verselbständigung der regionalen Diakonischen Werke in Hessen und Nassau wurde 2013 im Zuge der Fusion der beiden Diakonischen Werke in Hessen festgeschrieben. Die neun regionalen Diakonischen Werke auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck sind Mitglieder der Diakonie Hessen und stehen in Trägerschaft der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

 

Jahresabschluss Diakonie Hessen 2018

 

 

Die Diakonie Hessen mit ihren 1.698 hauptamtlichen Mitarbeitenden schließt das Jahr 2018 mit einem Betriebsergebnis von etwa einer halben Million Euro ab. Der Überschuss wird vollständig in die Rücklagen eingestellt. Erträgen von rund 110 Millionen Euro, die zu 75 Prozent in den Regionalen Diakonischen Werken in Hessen und Nassau erwirtschaftet wurden, standen Aufwendungen von über 109 Millionen Euro gegenüber.

 

 

 

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