Dekanat Rodgau

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Impulse im Briefkasten

Mut kommt jetzt per Post ins Haus

EKHN/Mdhs/gobasilÄngste in Lebensmut verwandelnImpulse zur Frage: Wie gehe ich mit meinen Ängsten um?

Unter dem Motto „Fürchtet Euch nicht“ macht die EKHN Menschen Mut, besser mit den täglichen Ängsten umgehen zu lernen. Seit Dienstag bekommen die 1,6 Millionen Kirchenmitglieder dazu eine Portion Mut nach Hause geschickt. Ein grüner Brief mit Denkanstößen wird eine Million evangelische Haushalte erreichen.

Gegen die zunehmenden Ängste in der Gesellschaft und im persönlichen Leben setzt die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) den Mut. Unter dem Motto „Fürchtet Euch nicht“ macht sie seit Dienstag Menschen Hoffnung, besser mit den täglichen Ängsten umgehen zu lernen. Dazu bekommen die rund 1,6 Millionen Mitglieder im Kirchengebiet sogar eine Portion Mut direkt nach Hause geschickt.

 

Rund eine Million Briefe verschickt die Kirche

 

Ein Brief in hoffnungsvollem Grün an knapp eine Million evangelische Haushalte setzt dabei auf Zuversicht und Courage gegen die grassierende Furcht. Motivation zur Entwicklung der aktuellen Aktion war auch der wachsende Populismus und politische Extremismus, der bewusst darauf abzielt, neue Ängste bei Menschen zu schüren.

 

Wie mit Ängsten besser umgehen?

 

Das aufwendig gestaltete Schreiben mit dem Außenaufdruck „Was kommt morgen“ enthält wertvolle Tipps zum praktischen Umgang mit Ängsten, gibt Hinweise auf Hilfsangebote und verweist auf die christlichen Traditionen als probates Mittel gegen die Verzweiflung. Daneben erzählen sechs Menschen hautnah, wie sie mit ihren Ängsten umgehen.

 

Angst alleine in die Stadt zu gehen

 

Dazu gehört eine Frau, die sich abends nicht mehr alleine in die Stadt traut, eine Flüchtlingshelferin, der vor Anfeindungen graut oder ein Pfarrer, der nicht mehr auf die Kanzel steigen konnte. Ergänzt wird der Brief, der aufgefaltet einer Zeitungsseite ähnelt, durch ein humorvoll gemeintes Stimmungsbarometer, bei dem jeder seine aktuelle Gemütslage ablesen kann. Weitere persönliche Portraits, Interviews mit Experten, Hilfsangebote sowie vertiefende Informationen zur Aktion, bieten die Internetseite www.Mut-und-Angst.de und die sozialen Netzwerke unter dem Hashtag #MutundAngst.

 

Mit Furcht keine Politik machen

 

Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung machte bei der Vorstellung der Aktion in Frankfurt auf die besondere Herausforderung im Umgang mit Ängsten aufmerksam. So sei bis heute das öffentliche Gespräch über Ängste ein Tabu. Sie belasteten Menschen meist schwer. Gleichzeitig würde die Angst in gesellschaftlichen und politischen Debatten oft bewusst geschürt.

 

Sich nicht von Angst beherrschen lassen

 

„Natürlich müssen Probleme benannt werden, um sie zu lösen. Aber es ist nicht gut, wenn Menschen unnötig Angst gemacht wird, um damit Politik zu machen“, so Jung. Aus christlicher Sicht sei es wichtig, „dass Menschen einen klaren Blick behalten und sich nicht von Angst beherrschen lassen“. Angst gehöre zum Leben, aber sie dürfe es nicht beherrschen. So läge im christlichen Glauben eine besondere Kraft, die die Verunsicherungen ernst nehme aber dazu beitrage, „sich von Angst nicht gefangen nehmen zu lassen“. Der Glaube verweise auf Gott, „der größer ist, als alles, was uns Angst macht“. Dies könne helfen, Ängste zu überwinden oder mit ihnen besser zu leben, erklärte der Kirchenpräsident.

 

Breite Begleitung organisieren

 

Das „Fürchte-Dich-nicht“-Schreiben ist Teil einer neuen Impulspost-Aktion, mit der die hessen-nassauische Kirche ihre Mitglieder zwei Mal im Jahr besonders anspricht. Sie wird von den Gemeinden vor Ort und besonderen Beratungsangeboten flankiert. So wehen an über 500 Orten im Kirchengebiet von Biedenkopf im Norden bis Neckarsteinach im Süden und von Schlitz im Osten bis Bingen im Westen wieder Großbanner und Flaggen mit dem grünen Aktionsmotiv „Fürchte Dich nicht“. Seit 2012 versendet die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau zwei Mal im Jahr einen Brief an alle Mitglieder mit einem Glaubens-Anstoß.

 

Das Ziel: Zum Nachdenken über den eigenen Glauben neu anzuregen.

 

Sie will mit der „Impulspost“ Themen, die für die Menschen und ihr Zusammenleben wichtig sind, mit einer besonderen christlichen Perspektive zu ihren Mitgliedern bringen. Zuletzt war es im vergangenen Herbst das Thema Reformation. Ziel ist es, zum Nachdenken über den eigenen Glauben neu anzuregen. Die dazugehörigen Materialien für die Gemeindearbeit und den Unterricht sind so angelegt, dass sie über die Aktionen selbst hinaus verwendet werden können. Diesmal bestellten über 500 Gemeinden und Einrichtungen rund 650 Fahnen oder rund acht Meter lange Großbanner mit dem Aktionsmotiv.

 

Umfangreiche Entwicklung anstoßen

 

Die ersten Vorbereitungen zur aktuellen Ausgabe der Impulspost hatten bereits 2017 begonnen. Gemeinden erhielten dann zu Beginn dieses Jahres bereits Informationen. Beteiligt an der Entstehung waren die Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau sowie eine Projektgruppe mit Engagierten aus Gemeinden im Propsteibereich Nord-Nassau in der Region rund um Herborn. Die professionelle Umsetzung übernahmen wieder die Agentur „gobasil“ (Hamburg / Hannover) und das Evangelische Medienhaus (Frankfurt). Die nächste Aktion im Herbst 2018 wird sich mit dem Thema „Sonn- und Feiertage“ beschäftigten.

 

Internetseite zur Aktion:
www.Mut-und-Angst.de 
Soziale Medien: #MutundAngst

 

 

Direkt zum Pressematerial mit Bildern direkt unter: 
mut-und-angst.de/info/presse.html

 

Links zur Kampagne:

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