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Aufstehen gegen Antisemtismus

Mahnwache in Frankfurt vor Synagoge

Simon RaafDie Synagoge im Frankfurter Westend - bewacht von der PolizeiDie Synagoge im Frankfurter Westend - bewacht von der Polizei

Nach der antisemitischen Attacke mit zwei Toten in Halle versichern Politiker und Kirchenvertreter den Juden in Deutschland ihren Beistand. Um dies zu unterstreichen hat die Dreikönigsgemeinde in Frankfurt Sachsenhausen zu einer Mahnwache am Abend aufgerufen.

„Wir stehen auf gegen Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit. Wir wollen ein Zeichen setzen der Solidarität und des Mitgefühls“, so die Organisatoren.

Jüdinnen und Juden sollen sich ohne Angst zum Gebet versammeln können. Zu Beginn des Schabbat, dem jüdischen Ruhetag, will die Gemeinde zeigen: „Wir stehen an Eurer Seite. Verspottung, Verletzung und Attacken gegen jüdisches Leben müssen ein Ende haben!“

 

Mahnwachen auch in Gießen und Marburg geplant

Auch in Gießen und Marburg zeigen Bürger nach dem Anschlag in Halle ihre Verbundenheit mit der Jüdischen Gemeinde. In Gießen ruft die evangelische Kirche an diesem Freitag um 18.15 Uhr zu einer stillen Mahnwache am Stadtkirchenturm auf, berichtet der epd. In Marburg hat die Stadt für Samstag zu einer Demonstration aufgerufen. Sie beginnt um 13 Uhr an der Synagoge, führt zur mittelalterlichen Synagoge in der Oberstadt und endet mit einer Kundgebung.

 

Als Christen besonders mit Juden verbunden

Die Stellvertretende Kirchenpräsidentin der EKHN Ulrike Scherf hat in einem Schreiben an die jüdischen Gemeinden im Gebiet der EKHN ihr Entsetzen über den Anschlag auf die jüdische Gemeinde in Halle zum Ausdruck gebracht: „Mit meinen Gedanken, meinem Mitgefühl und meinen Gebeten bin ich bei den Angehörigen der Opfer, bei den Mitgliedern der jüdischen Gemeinde in Halle und auch bei Ihnen, den Mitgliedern der jüdischen Gemeinden in Limburg, Gießen, Bad Nauheim, Frankfurt/Offenbach, Mainz und Darmstadt.“

Ihnen versicherte Scherf: „Als Christinnen und Christen fühlen wir uns Ihnen in besonderer Weise verbunden. Zudem sind Sie als einzelne Menschen und als Gemeinden ein willkommener und selbstverständlicher Teil der Gesellschaft in diesem Land, dessen kulturelle und geistliche Vielfalt Sie bereichern. Dass das selbstverständlich ist und bleibt, dafür stehen wir ein.“

 

Energisch auf alle Zeichen von Antisemitismus reagieren

Deshalb betonte Scherf, dass die evangelische Kirche den Angriff in Halle auf das Schärfste verurteile. Zusammen mit möglichst vielen weiteren gesellschaftlichen Kräften werde man weiterhin entschieden auf alle Anzeichen von Judenfeindschaft reagieren. „Wir müssen uns energisch allen Versuchen entgegenstellen, Antisemitismus in unserem Land zu bagatellisieren“, so Scherf in Darmstadt.

Erst vor wenigen Tagen hatte Kirchenpräsident Dr. Volker Jung die jüdischen Gemeinden zum diesjährigen jüdischen Neujahrsfest mit den Worten gegrüßt: „Als evangelische Kirche setzen wir uns dafür ein, dass sich jüdisches Leben in unserer Region in Frieden weiterhin gut entwickeln kann und dass die Kirchengemeinden eine gute Nachbarschaft zu den jüdischen Gemeinden weiter aufbauen und pflegen.“

 


Mahnwache 11.10. 2019


Ab 18.00 Uhr mit Kerzen vor der Synagoge im Frankfurter Westend.

Dort betet ab 18.30 Uhr die jüdische Gemeinde zu Beginn des Schabbat. Währenddessen findet vor der Synagoge eine stille Mahnwache statt.

Die Gedenkgruppe der evangelischen Dreikönigsgemeinde Frankfurt lädt herzlich ein, sich kurzfristig diesem Zeichen der Solidarität anzuschließen.

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