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Rödermärker Brotkorb und Co.

Lebensmittel-Ausgabe in Corona-Zeiten

kfNicht nur im Rödermärker Brotkorb können bedürftige Bürger*innen ab sofort wieder Lebensmittel zu einem symbolischen Preis einkaufen. Aus Gründen der Logistik und der Einaltung der Corona-Vorschriften werden aber zumeist fertig gepackte Tüten ausgegeben.Nicht nur im Rödermärker Brotkorb können bedürftige Bürger*innen ab sofort wieder Lebensmittel zu einem symbolischen Preis einkaufen. Aus Gründen der Logistik und der Einaltung der Corona-Vorschriften werden aber zumeist fertig gepackte Tüten ausgegeben.

Nach Wochen der Schließung öffnen nun auch diakonische Lebensmittelverteilstellen nach und nach wieder für ihre Kund*innen. Wir haben beim Rödermärker Brotkorb nachgefragt, was gerade hilft und wo der Schuh drückt – und sagen, wann man wo wieder einkaufen kann.

Es ist kurz vor 16 Uhr am Donnerstag, die Lebensmitteltüten sind gepackt und stehen für die Ausgabe bereit. Statt des gewohnten Raums im Gemeindehaus der Urberacher Petrusgemeinde nutzen die ehrenamtlichen Aktiven des Rödermärker Brotkorbs vorübergehend das Außengelände mit der Holzhütte vor der Kirche. Eine Auflage der Stadtverwaltung. Beim nächsten Mal wird ein Pavillon am unteren Eingang des Hauses stehen, in der Nähe des Lagerraums für die Lebensmittelspenden. Corona-Maßnahmen allenthalben: Zu- und Weggang sind markiert, auch die Abstände für’s Anstellen in der Ausgabereihe.

Zum Glück scheint die Sonne. Letzte Handgriffe, das Pfarrehepaar Sonja und Oliver Mattes ist auch mit von der Partie, packt mit an, nimmt sich Zeit für ein Schwätzchen nebenbei. Trotz Maske. „Wir lernen gerade als Gesellschaft, auch mit den Augen zu kommunizieren“, sagt Oliver Mattes.

Lange gab es das nicht. Mit dem Beginn der Pandemie und dem ersten Corona-Fall in Rödermark hat das ökumenische Team um Birgit Gursky und Marita Weber entschieden, bis auf weiteres zuzusperren. Auch alle anderen Tafeln und Lebensmittelverteilstellen deutschlandweit haben ihre Arbeit einstellen müssen. Rund 100 Haushalte versorgt der Brotkorb je nach Anfangsbuchstabe des Nachnamens wöchentlich wechselnd mit gut essbaren, aber nicht mehr verkäuflichen Lebensmitteln zum Preis von einem Euro pro Einkaufstüte. In den vergangenen Wochen waren sie auf sich und auf das wenige gestellt, das ihnen die öffentliche Hand als Unterstützung zuspricht.

„Den typischen Brotkorb-Kunden gibt es nicht“, sagt Birgit Gursky. Noch sind geflüchtete Menschen die Mehrzahl der Kund*innen, viele hätten aber inzwischen Arbeit gefunden und können sich und oder die Familie selbst versorgen. Stattdessen kommen immer mehr Ältere, deren Rente nicht mehr reicht, und Menschen, die wegen einer Erkrankung nicht mehr arbeiten können. „Ich befürchte, dass wir wegen der Corona-Krise bald wieder mehr Zulauf bekommen.“

Wer beim Brotkorb einkaufen möchte, muss übrigens beim Sozialamt der Stadtverwaltung Rödermark einen „Rödermark-Pass“ beantragen und damit seinen Bedarf bescheinigen. „Wir sind nicht die Grundversorger, sondern geben den Leuten was dazu, damit am Ende des Monats vielleicht ein bisschen Geld für eine Kinokarte oder ein anderes kleines Extra übrigbleibt.“

LEBENSMITTELAUSGABEN IN DER REGION

Der Rödermärker Brotkorb öffnet ab sofort und bis auf weiteres wieder wie gewohnt wöchentlich donnerstags von 16 bis 17 Uhr am unteren Eingang des Urberacher Petrus-Gemeindehauses, Wagnerstraße 35. Kund*innen benötigen einen „Rödermark-Pass, der vom städtischen Sozialen Dienst an bedürftige Bürger*innen vergeben wird. Spenden werden jeweils am gleichen Tag von 15 bis 16 Uhr angenommen. Info: Birgit Gursky, Telefon (06074) 1597, bgursky@gmx.de, oder Marita Weber, Telefon (06074) 881310, marita.weber@gmx.de.

Ebenso hat der Mühlheimer Lebensladen wieder seinen Dienst aufgenommen. Nahrungsmittelausgabe ist jeweils mittwochs ab 16 Uhr in der bunten Lagerhalle an der Dammstraße, direkt am Mühlheimer S-Bahnhof. Lebensmittelspenden werden dienstags von 17:30 bis 18 Uhr angenommen, jedoch nur Haltbares, keine Frischware. Nach Absprache mit der Projektkoordinatorin Christina Richter nimmt der Lebensladen auch Sachspenden wie Haushaltsartikel und Spielsachen an: Telefon (06108) 71585, lebensladen@ev-friedensgemeinde.de.

„Tante Emma“, die Rodgauer Lebensmittelausgabe und Anlaufstelle ist mit eingeschränktem Angebot und verkürzten Öffnungszeiten wieder am Start: Mo, Di, Do & Fr, jeweils von 14 bis 15 Uhr. Die Koordinator*innen bitten darum, dass jeweils eine erwachsene Person aus einem Hausstand zeitnah zur auf der Berechtigungskarte angegebenen Uhrzeit zum Einkaufen kommt. Kund*innen erwerben am Eingang zum Preis von 2 Euro einen Bon, für den am Ausgang vorbereitete Tüten mit haltbaren Lebensmitteln und Backwaren ausgegeben werden. Weitere Info: https://www.tante-emma-rodgau.de 

Die Dietzenbacher Tafel e. V. plant den Neustart am 18. und 19. Juni. „Wir benötigen die Zeit, um eine Umorganisation vorzunehmen und Sicherheit für alle Helfer*innen zu gewährleisten“, sagt Koordinatorin Christel Germer.

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