Dekanat Rodgau

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Evangelische Jugend / Gemeindepädagogisches Team

Konfis wünschen sich eine junge Kirche mit Decken, Kissen und Toleranz

kfOpenair und auf Abstand eröffneten eine Jugendandacht und Live-Musik den diesjährigen Konfi-Event "#reformation".

Kirche mal anders erleben, Gott, Luther, ihrer Kreativität und dem eigenen Glauben auf die Spur kommen: Zum vierten Mal hatten die Evangelische Jugend und das Gemeindepädagogische Team im Dekanat Rodgau Konfirmand*innen zu „#reformation“ eingeladen. Sie trafen dabei auf Jugendliche, die ziemlich genaue Vorstellungen davon haben, was sie sich von der Kirche wünschen.

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Pavillons rundum erstrahlen in buntem Scheinwerferlicht, in der Mitte lodert Feuer in einer großen Schale. Das Wetter ist nicht so schlecht wie befürchtet für die Corona-bedingt openair stattfindende Veranstaltung. Mittig und mit viel Abstand sitzen Jugendliche zum Anfang auf je einem Klappstuhl.

„Der ist heute euer Freund, den ihr überall mit hinnehmt“, sagt augenzwinkernd Petra Berger den 24 Konfis und verhindert damit für den ganzen Abend, dass das mit der Sitzerei entgegen der Hygiene-Regeln durcheinandergeht. Stella Berker und Tobias Eubel von der Jugendvertretung singen als Mini-Band, Jugendpfarrerin Leonie Krauß-Buck denkt in ihrer kurzen Eröffnungsandacht darüber nach, was es heißt, wenn man das Gefühl hat, nicht so recht in die Welt zu passen.

Die Mühlheimer Gemeindepädagogin Petra Berger und Dekanatsjugendreferent Boris Graupner haben den Abend zusammen mit Kolleg*innen und Ehrenamtlichen aus der Jugendvertretung und der gastgebenden Mühlheimer Bonhoeffer-Gemeinde vorbereitet. Zusammen haben sie viel Zeit und Mühe in die Corona-Regeln, vor allem aber in ein Teenies ansprechendes Programm gesteckt:

Was kann Reformation heute für Jugendliche bedeuten?

Natürlich geht es im Umfeld des Reformationstags um Luther – darum, die historische Figur zum Beispiel am Glücksrad mit einem Quiz erlebbar zu machen, um seine Vorstellung von einem liebenden, gnädigen Gott und um das, was seine Ideen weltweit ausgelöst haben. Aber auch darum, was Reformation für Jugendliche heute bedeutet.

An sechs Stationen gab es entsprechende Angebote: In der Segenswerkstatt ging es um die Frage, was es heißen kann, sich mit Gott verbunden zu fühlen; in der Feuerschale verschwanden – natürlich anonym – Notizen von allen Sorgen, die den Jugendlichen gerade im Weg stehen und die sie von Gott trennen. Auf drei Scrabble-Brettern fanden die Konfis Assoziationen zu den Überschriften Himmel, Hölle und Reformation.

Junge Wünsche an die Kirche: Beteiligung, Toleranz und Offenheit

Nicht ganz 95, aber doch eine ganze Menge Thesen fanden die jungen Männer und Frauen in einem Workshop, in dem sie Wünsche an die Kirche formulieren konnten: Mehr jugendgerechte Musik, die an Gott erinnert, wünschten sich dort viele, aber auch aktive Beteiligung am Gottesdienst, „nicht so viele und lange Lesungen“ und „Decken und Kissen“ – und alles in allem eine Kirche, die „interessanter für die Jugend“ wird, indem sie Offenheit, Aktionen und Einbindung für Jüngere bietet. Aber auch eine Kirche ohne Diskriminierung wünschen sie sich; eine, die Rassismus und Gewalt keine Chance gibt. Und: „Kirche soll Menschen in Not helfen, auch wenn sie keine Christen sind.“

Kreativangebote und eine Gute-Nacht-Kirche rundeten das Angebot später ab: eine Schreibwerkstatt wie zu Luthers Zeiten mit dem Federkiel, Freundschaftsbändchen knüpfen, Kerzenziehen, Druck mit beweglichen Lettern wie weiland Johannes Gutenberg oder der Workshop „Schreiben mit Licht“, indem mittels Handy-Taschenlampenfunktion und einer Spiegelreflexkamera mit Langzeitbelichtung kurze Botschaften entstanden.

„Genial“, lautete am Ende das Fazit von Mitorganisatorin Petra Berger. Ein tolles Team und fitte, offene Jugendliche, die auch genügend Achtsamkeit für die aktuellen Umstände mitgebracht hätten, machten den Abend „für Corona-Verhältnisse perfekt. Veranstaltungen sind natürlich im Moment klein und überschaubar, aber gleichzeitig wunderschön, weil viel persönlicher als Großevents“. 

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