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Kommune für Kinder beim Kirchentag

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Ein Organisations- und Betreuerteam aus dem Evangelischen Dekanat Rodgau war mit einer KInderstadt im „Zentrum Kinder“ beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund mit von der Partie.

„Was für ein Vertrauen“ - so lautete das Motto des diesjährigen Deutschen Evangelischen Kirchentags in Dortmund. Eine ganze Menge Zutrauen hatte die Projektleitung des Zentrums Kinder beim Kirchentag in Menschen aus dem Evangelischen Dekanat Rodgau gesetzt. Erstmals wurde nämlich ein neues Projekt ins Programm aufgenommen: eine Kinderstadt, in der Sieben- bis Zwölfjährige arbeiten, mitbestimmen und das Leben genießen konnten.

Entwickelt wurde das Konzept von einem Team Ehrenamtlicher aus Seligenstadt und Mainhausen, die ihre Erfahrung mit dem jährlich stattfindenden "Kinderclubdorf" mitbrachten, gemeinsam mit Corinna Seger und Claus Ost aus dem gemeindepädagogischen Team des Kirchenkreises und Sven Engel, Pfarrer und Landesjugendreferent im Fachbereich Kinder und Jugend des Zentrums Bildung der EKHN.

Nach Monaten der Vorbereitung und Stunden des intensiven Aufbaus im Dietrich-Keuning-Haus in der Dortmunder Nordstadt war am Donnerstagmorgen schnell klar: Das Interesse der jungen Kirchentagsbesucherinnen und -besucher ist groß. Die 120 Plätze in der Kinderstadt waren an allen drei Tagen belegt. Viele Kinder kamen mehrmals und stellten sich an der Arbeitsvermittlung an, besuchten Kurse in der "University of applied saints", genossen Getränke und Stärkungen aus dem "Saft(f)laden", sorgten bei den Stadtwerken für Sauberkeit und die Postzustellung, werkelten auf der Baustelle, vergnügten sich im Sportzirkus, feierten Gottesdienste in der Mitmachkirche, berieten sich im Rathaus, gestalteten Kreatives in der Bastelbox, spielten und lasen in der "Spielerei" oder stellten im Medienbüro eine tägliche Zeitungsausgabe zusammen. Aus anderen Landeskirchen komplettierte ein Kinder- und Jugendradio, eine Elektro- und Solarwerkstatt und eine Kinderküche die Angebote in der Kinderstadt.

In den zweimal am Tag stattfindenden Versammlungen tauschten sich die jungen Stadtbewohnerinnen und -bewohner über ihre Erfahrungen aus: lange Wartezeiten an der Arbeitsvermittlung, gute Arbeitsbedingungen in den Läden, die Schönheit eines freien Lebens ohne Eltern und Ideen für die Weiterentwicklung der Stadt, die auf Anregung der Kinder um einen Kiosk und einen Entspannungsraum erweitert wurde.  Mit einem Startgeld und einem Lohn von 10 Kröten pro 45 Minuten Arbeit waren alle gut versorgt. Trotzdem wurde die Anregung des Stadtrats, aus den gemeinsam eingezahlten Steuern von einer Kröte pro dreiviertel Stunde Arbeit die Kurse der Hochschule zu bezahlen und damit für alle kostenlos zu machen, gerne angenommen.

Und so konnte man sich dort ohne Studiengebühren über Fragen zu Vertrauen, Fridays for future und die weltweiten Kinderrechte genauso austauschen wie einen Hochschulchor besuchen oder Sketche einüben. Und weil die Stadt nicht nur für die Kinder schön war, sondern auch das Team die Kooperation miteinander sehr schätzte, geht jetzt schon der Blick zum Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt. Eine Kinderstadt könnte dort wieder zum Angebot gehören - fast als Heimspiel.

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