Dekanat Rodgau

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In schönem Haus an der Zukunft der Kirche bauen

kfHell und freundlich erstrahlt nach der einjährigen Sanierungsphase der "alte" Betsaal der Mühlheimer Friedensgemeinde - heute Kern des Gemeindehauses an der Büttnerstraße. Gemeindemitglieder, Aktive und Ehrengäste aus Kirche und Welt ließen sich den ersten Blick auf das Ergebnis der Bauarbeiten im Rahmen der Eröffnungsfeier nicht nehmen. Von Seiten des Evangelischen Dekanats Rodgau übermittelte Ute Zanger (links) vom Dekanatssynodalvorstand ein Grußwort.

Nach fast einem Jahr Bauzeit und Investitionen von rund 500.000 Euro zieht nun wieder Gemeindeleben in das frisch renovierte evangelische Gemeindehaus an der Büttnerstraße ein. Das feierte die Evangelische Friedensgemeinde am Sonntag mit Festgottesdienst und Empfang.

„Eine lebendige Gemeinde mit einem schönen Haus als Rahmen und Mitarbeitenden, die die Kirche der Zukunft bauen“ – nichts weniger erhofft sich der Mühlheimer Pfarrer Ralf Grombacher vom Ergebnis der Renovierungsarbeiten, das die Evangelische Friedensgemeinde freudig vorstellte. Mit Gottesdienst und anschließendem Empfang dankte die Gemeinde am vergangenen Sonntag Gott und den vielen Aktiven, die den Umbau beruflich, ehrenamtlich oder finanziell unterstützt hatten.

„Fast ein Jahr lang war das Gemeindeleben komplett ausquartiert“, erinnerte nicht nur Ralf Grombacher, sondern auch der Mühlheimer Bürgermeister Daniel Tybussek: Die meisten Gruppen und Kreise kamen in Gemeinderäumen in Dietesheim oder kommunalen Räumlichkeiten unter, der Yoga-Kreis traf sich donnerstagabends in der Kita Arche Noah im Souterrain der Kirche nebenan.

Barrierefrei: Mehr Begegnung und Miteinander für alle

In der Zwischenzeit ist das Haus um den alten Betsaal nicht nur schöner geworden, sondern auch barrierefrei. Und das nicht nur für Rollstuhlfahrer, auch ältere Menschen kommen nun besser zurecht. So führt ein Treppenlift zur Gemeindebücherei. Toiletten sind auch im Erdgeschoss zugänglich. Die Küche liegt jetzt zentral im Eingangsbereich und ermöglicht es, den Kirchgarten bei Veranstaltungen ebenso gut zu bewirtschaften wie den Gemeindesaal. Moderne kreisförmige Lampen sorgen zusätzlich zu hellem Tageslicht für optimale Beleuchtung im Saal. Besonders pfiffig sind die kreisrunden Spendertafeln hintergrundbeleuchtet ebenfalls gleich im Foyer untergebracht.

Pfarrer Ralf Grombacher erinnerte auch an den langjährigen Kirchenvorstandsvorsitzenden Joachim Kanthak, der sich als Rollstuhlfahrer schon lange für ein barrierefreies Haus eingesetzt hatte, „die Fertigstellung aber leider nicht mehr miterleben konnte“. Besonderen Dank sprach Grombacher auch der Bauausschussvorsitzenden, Architektin Karla Trillig, aus, bei der die vielen einzelnen Fäden des Bauprojekts in Zusammenarbeit mit dem beauftragten Architekten Max Seipel vom Büro Seipel und Rocker zusammenliefen.

Grußworte anlässlich des Empfangs zum Umbauende sprachen Ute Zanger vom Dekanatssynodalvorstand des Evangelischen Dekanats Rodgau, Bürgermeister Daniel Tybussek, der Dekan des Katholischen Dekanats Rodgau und Pfarrer in Mühlheim, Willi Gerd Kost, sowie Anette Pfeifer von der methodistischen Nachbargemeinde. 

Zuwendungen sind weiterhin willkommen und vor allem nötig

Zentrum des runderneuerten Hauses ist hinter dem freundlichen Foyer der ehemalige Betsaal, 1899 eingeweiht und finanziert aus Zuwendungen des Gustav-Adolf-Werks für die ehemalige Diaspora-Gemeinde. 1915 entstand daraus eine kleine Kapelle mit hohen Buntglasfenstern und einem Türmchen auf dem Dach. Hier feierten die Mühlheimer Protestanten Gottesdienst bis zum Bau der modernen Friedenskirche im Jahr 1955. 

Auf Zuwendungen war und ist die Gemeinde angewiesen: Auf rund 470.000 Euro war die Maßnahme beziffert worden, 270.000 Euro trägt die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, und 23.500 steuert die Stadt Mühlheim aus ihrem Säckel bei. Den Rest muss die Gemeinde selbst berappen. Findiges Fundraising soll dabei helfen – aktuell wird unter anderem für eine neue Bestuhlung gesammelt: 100 Sitzgelegenheiten á 150 Euro. Wer bei der Anschaffung hilft, bekommt auf Wunsch ein Spenderschild auf die Lehne „seines Stuhls“.

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