Dekanat Rodgau

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Festgottesdienst und Empfang eröffnen Kirchenjahr

kfDie Darmstädter Physik-Professorin Dr. Barbara Drossel (2. v. r.) predigte beim diesjährigen Festgottesdienst des Evangelischen Dekanats Rodgau in Obertshausen. Die Liturgie gestalteten Dekan Carsten Tag (M.), Dekanatspräses Bernhard Rücker (2. v. l.) sowie Gemeindepfarrerin Kornelia Kachunga (r.) und ihr Kollege Michael Zlamal (l.)

Mit einer Gastpredigt zum Thema „Glaube und Naturwissenschaften“ hat die Darmstädter Physik-Professorin Dr. Barbara Drossel das neue Kirchenjahr im Evangelischen Dekanat Rodgau eröffnet.

kfDen Dank der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und des Dekanats Rodgau für jeweils ein Vierteljahrhundert im ehrenamtlichen Verkündigungsdienst drückte Dekan Tag den Prädikanten (v.r.) Dagmar Munck, Hansjörg Kümmling, Ulrike Wegner und Andreas Lotz aus.

Traditionell lädt der Kirchenkreis am Freitag nach dem Ersten Advent zu Festgottesdienst und Jahresempfang ein.  Über 100 Gäste aus Kirche und Welt waren der Einladung des Evangelischen Dekanats Rodgau gefolgt und wurden von Dekan Carsten Tag und Präses Bernhard Rücker in der Waldkirche und dem schmucken Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Obertshausen begrüßt.

Als diesjährige Festpredigerin nahm die Physik-Professorin Dr. Barbara Drossel das Thema „Glaube und Naturwissenschaft“ in den Fokus ihrer Auslegung. Die 55-jährige Naturwissenschaftlerin forscht derzeit an der Technischen Universität Darmstadt am Lehrstuhl für Theoretische Physik mit dem Schwerpunkt „Theorie komplexer Systeme“. Sie veröffentlichte neben ihren fachlichen Arbeiten die beiden Bücher „Naturwissenschaftler reden von Gott“ sowie „Und Augustinus traute dem Verstand: Warum Naturwissenschaft und Glaube keine Gegensätze sind“.

 

„Naturgesetze machen uns vor Gott frei und handlungsfähig“

So ging sie auch in ihrer Festpredigt der Frage nach, ob und wie sich die gerade in der Geschichte Jesu zu findenden Wundererzählungen - von der Empfängnis über Heilungen bis hin zu Auferstehung und Himmelfahrt - mit unserem modernen, von naturwissenschaftlichen Erkenntnissen geprägten Weltbild vereinbaren lassen.

„Zum einen gibt es auch in der Physik noch ein paar spannende Rätsel“, etwa um die Existenz von dunkler Materie und dunkler Energie. Aber auch wesentliche Elemente menschlichen Lebens ließen sich physikalisch nicht hundertprozentig fassen: Zwar könne die Wissenschaft Prozesse in unserem Gehirn objektiv analysieren; wie oder warum daraus ein subjektives Bewusstsein, Schmerz oder Freude entstehen, bleibe rätselhaft. „Die Physik ist zwar die Grundlage von allem, aber sie bestimmt nicht alles“, so die Physikerin.  „Und auch Gottes Wirken in der Welt kann so betrachtet werden.“

„Was steht hinter den Naturgesetzen?“ sei dabei die grundlegende Frage; und eine aus der Perspektive des Glaubens durchaus plausible Annahme, „dass es Gott war, der der Welt ihre Gesetze gegeben hat, weil er uns als freie und handlungsfähige Wesen wollte. Ob wir Wunder für möglich halten, hängt davon ab, was für uns der größere Rahmen hinter den Gesetzmäßigkeiten der Natur ist. Wenn Gott dieser Rahmen ist, dann sind Naturgesetze die Regelmäßigkeiten, mit denen er die Welt trägt und erhält. Und ob wir das alles für möglich halten, entscheidet sich nicht an den Gesetzen der Physik“.

 

Vier Mal 25 Jahre im Dienst der öffentlichen Wortverkündigung

Im Verlauf des Gottesdienstes ehrte Dekan Tag zudem vier langjährige Prädikantinnen und Prädikanten: Dagmar Munck, Ulrike Wegner, Andreas Lotz und Hansjörg Kümmling engagieren sich seit jeweils 25 Jahren ehrenamtlich im Dienst der öffentlichen Wortverkündigung. Prädikantinnen und Prädikanten sind nach einer mehrjährigen theologischen Ausbildung von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau befähigt, Gottesdienste zu halten, zu predigen und das Abendmahl zu feiern.

Prädikanten und Prädikantinnen können aufgrund ihrer persönlichen Geschichte und ihrer Verankerung im Berufsleben Erfahrungen in die Verkündigung einbringen, die Pfarrerinnen und Pfarrern nicht zur Verfügung stehen, weil deren Werdegang und Alltag ein weitgehend anderer ist. Daher sind sie nicht nur Ersatz, sondern Ergänzung für das Gesamtbild der Verkündigung.

Etwa 30 Männer und Frauen engagieren sich nach Angaben von Dekan Tag derzeit im Bereich des Evangelischen Dekanats Rodgau im Prädikantendienst. „Sie tragen zusammen mit den rund 30 Pfarrerinnen und Pfarrern die Verantwortung dafür, dass an jedem Sonn- und Feiertag Gottes Wort verkündigt und das Leben gefeiert wird“. Als eine der Geehrten dankte Ulrike Wegner für das gute Zusammenwirken zwischen Kirchengemeinden, Pfarrer*innen und Ehrenamtlichen im Verkündigungsdienst: „Es ist schön, dass wir oft über den Tellerrand unserer Kirchengemeinde hinausschauen dürfen.“

 

Jahresthema „Suche Frieden“ eröffnet

In Anlehnung an die kirchliche Jahreslosung 2019 aus dem 34. Psalm will das Evangelische Dekanat Rodgau sich im kommenden Jahr mit dem Thema „Frieden“ beschäftigen und es mit all seinen politischen, gesellschaftlichen, theologischen und persönlichen Facetten beleuchten. „Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg oder Auseinandersetzung“, sagte der Öffentlichkeitsreferent des Kirchenkreises, Kai Fuchs, anlässlich der Eröffnung im Verlauf des Jahresempfangs. Zusammen mit der Pfarrerin für Gesellschaftliche Verantwortung und Ökumene, Sandra Scholz, leitet er eine achtköpfige Projektgruppe, die das Thema umsetzen soll. Die Initiatoren hoffen auch auf viele inhaltliche Impulse aus Gottesdiensten und Veranstaltungen, Aktionen und Projekten in den 16 Kirchengemeinden des Evangelischen Dekanats Rodgau, aber auch mit lokalen und regionalen Kooperationspartnern.  

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