Dekanat Rodgau

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Beginn des Kirchenjahrs:

Frieden: „Größte Sehnsucht und das, was uns am meisten fehlt“

kfDank und Anerkennung für über 80 Jahre im ehrenamtlichen Verkündigungsdienst sprachen die Pröpstin für Starkenburg, Pfarrerin Karin Held (hintere Reihe re.) der Dekan des Evangelischen Dekanats Rodgau, Pfarrer Carsten Tag (2. v. l.) und Präses Bernhard Rücker (re.) drei langjährirgen Prädikantinnen und Prädikanten aus: Norbert Schweizer aus Seligenstadt (Mitte li.) für 25 Jahre Predigtdienst, Ingrid Fecher aus Jügesheim für 17 Jahre und der Urberacherin Kirsten Cammann (Mitte re.) für beinahe 40 Jahre. Den Festgottesdienst und Empfang des Kirchenkreises beherbergte in diesem Jahr die Evangelische Kirchengemeinde Dudenhofen mit einem tatkräftigen Team um Pfarrerin Christina Koch (li.) und der stellvertretenden Kirchenvorstandsvorsitzenden Elke Heller (2. v. re. vorne).

Eine Festpredigt zum Frieden, Ehrungen für langjährigen ehrenamtlichen Verkündigungsdienst und ein eigens komponierter Kanon zur neuen Jahreslosung: Facettenreich feierte das Evangelische Dekanat Rodgau am vergangenen Freitag, 6. Dezember, in Dudenhofen seinen diesjährigen Festgottesdienst mit anschließendem Empfang zu Beginn des neuen Kirchenjahres.

kfAuf das neue Kirchenjahr, das traditionell am Ersten Advent beginnt, stießen Dekan Carsten Tag und Präses Bernhard Rücker zusammen mit rund 130 Gästen im voll besetzten Gemeindehaus der Evangelischen Kirchengemeinde Dudenhofen an.

Über 130 Besucher*innen begrüßten der Dekan des Evangelischen Dekanats Rodgau, Pfarrer Carsten Tag, und Dekanatspräses Bernhard Rücker in der evangelischen Kirche des Rodgauer Stadtteils - darunter die beiden Dekane-Kollegen Reinhard Zincke (Dreieich) und Arno Kreh (Bergstraße), den katholischen Dekan Gerd Willi Kost, Stadtverordnetenvorsteherin Anette Schweikart-Paul, Stadtrat Winfried Sahm und den Ersten Stadtrat der Kreisstadt Dietzenbach, Dr. Dieter Lang.

Frieden auf Erden: Sehnsucht, der Weihnachtsbotschaft näherzukommen

„Suche Frieden und jage ihm nach“ - die biblische Jahreslosung für 2019, zugleich das Jahresthema des Dekanats, hatte die Pröpstin für Starkenburg, Pfarrerin Karin Held, zum Anlass genommen, sich dem Thema „Frieden“ in seinen unterschiedlichen Dimensionen zu nähern. Damit machte sie all jenen Mut, die sich in Kirche und Gesellschaft, in der internationalen Politik wie im familiären, beruflichen oder schulischen Alltag durch Gebete oder Verhandlungen, Aktionen, Kunst oder persönliches Vorbild  dafür stark machen, dass die Menschheit sowie jeder einzelne der Weihnachtsbotschaft näher kommt: „Frieden auf Erden“. 

„Die aktuelle Jahreslosung beinhaltet zwei Aufforderungen - und der Frieden hat es nötig, dass wir uns doppelt um ihn bemühen, ihn suchen und ihm nachjagen. Frieden in der Welt, in unserer Gesellschaft und auch in uns: Das ist eine der größten menschlichen Sehnsüchte und zugleich das, was vielen hier und anderswo am meisten fehlt“, so die Pröpstin in ihrer Predigt.

Vom Anfang bis zum Ende, von der Schöpfung bis zur Vollendung der Welt „mit allen friedlosen Irrungen und Wirrungen jenseits von Eden“ erzähle die Bibel immer auch von der Hoffnung auf Frieden - „als Geschenk Gottes und als etwas, was jedem einzelnen von uns Menschen in die Hände gelegt ist“.

Dank und Anerkennung für ehrenamtlichen Dienst auf der Kanzel

Im Verlauf des Gottesdienstes ehrten Pröpstin Held, Dekan Tag und Präses Rücker zudem drei langjährige Prädikantinnen und Prädikanten: Fast 40 Jahre lang hat sich Kirsten Cammann in diesem Dienst engagiert - wie viele andere nicht nur in ihrer eigenen Kirchengemeinde, sondern quer durch das Evangelische Dekanat Rodgau. Mit einem herzlichen Dank für ihr Engagement verabschiedete Dekan Tag im Namen der Kirchenleitung die Ehrenamtliche im Dienst der öffentlichen Wortverkündigung aus ihrem aktiven Dienst. Eine besondere Ehrung hatte die Pröpstin noch im Gepäck: die Ehrenkunde der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau in Anerkennung dieses und etlicher weiterer ehrenamtlicher Engagements in der Kirche.

Auch Ingrid Fecher sagt der Kanzel Adieu: Die Jügesheimerin war 17 Jahre lang im Prädikantendienst aktiv, den sie auf ihren eigenen Wunsch hin beendet hat. Ihr dankten Dekan Tag und Präses Rücker ebenso wie dem Seligenstädter Norbert Schweizer, der über das diesjährige 25. Jubiläum hinaus noch möglichst lange Gottesdienste gestalten und Predigten schreiben will.

Hintergrund: Prädikantendienst

Prädikant*innen sind nach einer mehrjährigen theologischen Weiterbildung von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau befähigt, Gottesdienste zu halten, zu predigen und das Abendmahl zu feiern. Prädikanten und Prädikantinnen können aufgrund ihrer persönlichen Geschichte und ihrer Verankerung im Berufsleben Erfahrungen in die Verkündigung einbringen, die Pfarrerinnen und Pfarrern nicht zur Verfügung stehen, weil deren Werdegang und Alltag ein weitgehend anderer ist. Daher sind sie nicht nur Ersatz, sondern Ergänzung für den Verkündigungsdienst in der Evangelischen Kirche.
Etwa 25 Männer und Frauen engagieren sich nach Angaben von Dekan Tag derzeit im Bereich des Evangelischen Dekanats Rodgau im Prädikantendienst. Sie tragen zusammen mit den rund 30 Pfarrerinnen und Pfarrern die Verantwortung dafür, dass an jedem Sonn- und Feiertag Gottes Wort verkündigt und Gottesdienst gefeiert wird.

Eigens komponierter Kanon

Schon eine kleine Tradition ist mittlerweile der von Dekanatskantor Christian Müller komponierte Kanon zur Jahreslosung für das kommende Jahr: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben“ hallte es nach Kapitel 9 des Markus-Evangeliums - angeleitet vom Kirchenmusiker und Komponisten selbst - vierstimmig aus 130 Kehlen durch das evangelische Gotteshaus. Zudem hatte Müller den Gottesdienst an der Orgel begleitet, während seine Kollegin Dorothea Baumann zusammen mit Posaunenchormitgliedern aus der Region die Bläsermusik beisteuerte.

Ihnen allen ebenso wie dem Team der  Evangelischen Kirchengemeinde Dudenhofen um Pfarrerin Christina Koch und die stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende Elke Heller dankten Dekan Tag und Präses Rücker für das Mitwirken im Gottesdienst, bevor es zum stimmungsvollen Empfang hinüber in den Gemeindesaal zu Suppe und Gespräche ging.

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