Dekanat Rodgau

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40 Jahre Ev. Gemeindezentrum in der Rodgaustraße

Evangelisch im Hochhausgebiet

Seit 1978 ist das Evangelische Gemeindezentrum an der Dietzenbacher Rodgaustraße der Ort praktisch gelebten christlichen Glaubens zwischen den Hochhäusern und Wohnblocks im multikulturellen Spessartviertel. Zusammen mit dem Dekan des Evangelischen Dekanats Rodgau, Pfarrer Carsten Tag, sowie den Gemeindepfarrer*innen Andrea Schwarze und Manfred Senft feierte die Evangelische Christusgemeinde Dietzenbach dieses 40. Jubiläum mit Festgottesdienst und anschließendem Empfang.

kfFestgottesdienst zum Vierzigsten: 1978 wurde das Evangelische Gemeindezentrum in der Dietzenbacher Rodgaustraße feierlich der Öffentlichkeit übergaben. Am vergangenen Sonntag erinnerten im Rahmen eines Festgottesdienstes der Evangelischen Christus-Gemeinde (v. l.) der Dekan des Evangelischen Dekanats Rodgau, Pfarrer Carsten Tag, Gemeindepfarrerin Andrea Schwarze, (v.r.) Gemeindepfarrer Manfred Senft und die stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands, Ilse Keim, an das Jubiläum. Ebenfalls im Verlauf des Gottesdienstes wurde Björn Ottsen (Mi.) in seinen Dienst als Kircehnvorstand eingeführt.

In seiner Festpredigt würdigte Dekan Tag das Engagement der damaligen Gemeindeglieder, von denen etliche am vergangenen Sonntag das Jubiläum mitfeierten. Und er hob noch einmal die Motivation hervor, mit dem Kirchenvorstand, Pfarrerinnen und Pfarrer sowie viele Freiwillige damals ihren Beitrag zum Bau geleistet haben: „Wer an Jesus Christus glaubt, den kann die Not anderer Menschen nicht unberührt lassen“, so Dekan Tag in Bezug auf die Frage, die Kain im Predigttext dieses Sonntags an Gott richtet: Soll ich meines Bruders Hüter sein? „An der Frage entscheidet sich vieles, wenn nicht alles - für Kain und für uns alle, in der Welt und hier in Dietzenbach.“ Gelingen könne Zusammenleben nur, wenn „wir fähig sind, aufeinander zu hören und zu achten“. Das Gemeindehaus in der Rodgaustraße sei auch nach 40 Jahren „praktisch gelebte christliche Gegenwart im Quartier und ein starkes Bekenntnis“.

„Kirche bei den Menschen sein“

Das war auch den Initiatoren der Baumaßnahme vor vier Jahrzehnten der Wegweiser: „Das Problem der in dieser Gegend um das Haus lebenden Menschen muss auch das Problem dieser Kirchengemeinde sein“, hatte der langjährige Dietzenbacher Pfarrer Dieter Wiegand vor 40 Jahren in einem Interview mit der Offenbach-Post gesagt und damit die Marschrichtung deutlich gemacht: Die im Zuge des Siedlungsbaus auf über 10.000 Menschen angewachsene, damalige Evangelische Kirchengemeinde Dietzenbach brauchte und wollte ein zweites häusliches Standbein, um weiter Kirche bei allen Menschen im Gemeindegebiet sein zu können.

Zum anderen: Schon damals hatten die Verantwortlichen erkannt, dass das Zusammenleben verschiedener Kulturen und Religionen im heutigen Spessartviertel bewusst gestaltet werden muss, um zu gelingen.

Das Gemeindehaus, das den heutigen Rut-Kirchenraum mit seinem beeindruckend farbenfrohen Kirchenfenster beherbergt, sollte Menschen, insbesondere die „Hochhaus-Jugend zusammen- und näherbringen“ sowie mit einem modernen, flexiblen Raumkonzept mehr Platz für die Gruppen und Aktivitäten der Kirchengemeinde bieten - das Ganze in einem „Gebäude, das sich gut in die Umgebung mit ihren Hochhäusern einfügt“.

Das war 1978. Zwischenzeitlich, von 1994 bis 2011, war das Zentrum mit dem charakteristischen Wabengrundriss und dem benachbarten Pfarrhaus eine eigene, nämlich die Evangelische Rut-Gemeinde. Dass im Rahmen einer Gemeindefusion „wieder zusammengewachsen ist, was eine Zeitlang getrennt war“, griff Gemeindepfarrer Manfred Senft explizit als Anlass zum Dank ins Fürbittengebet auf.

Einen gelungenen Ausklang fand der Festtag bei Sekt, Kaffee und Geburtstagstorte - sowie interessanten Gesprächen mit den Zeitzeugen der Eröffnung und der vergangenen vier Jahrzehnte Gemeindearbeit.

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