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Dekanatssynode digital: Haushalt, Dank und ein leises „Servus“

kfZum letzten Mal überhaupt in der Geschichte des Kirchenkreises, und gleichzeitig zum ersten Mal online tagte die Synode des Evangelischen Dekanats Rodgau.

Zum letzten Mal in der 2021 endenden, 54-jährigen Geschichte des Evangelischen Dekanats Rodgau tagte am vergangenen Freitag dessen Dekanatssynode – und zum ersten Mal auf Grund der aktuellen Corona-Richtlinien mit über 60 Personen online. Neben wesentlichen Haushaltsbeschlüssen standen Dank, virtueller Abschied und eine Ehrung für 30-jährige Mitarbeit auf der Tagesordnung.

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Zunächst ging Pfarrerin Sonja Mattes als stellvertretende Dekanin in ihrem Bericht an die Synode vor allem auf die aktuelle Corona-Situation ein: „Wir denken an alle, die die derzeitige Situation bis ins Mark trifft.“

„Sehr bitter“ sei es auch für kirchliche Einrichtungen und Angebote: So müssten die gerade wieder angelaufenen Kurse der Evangelischen Familienbildung erneut zwangspausieren. „Und auch den Mitarbeitenden und Leitungen unserer Kindertagesstätten sowie unserer Geschäftsstelle Evangelische Kitas wird in diesen Tagen immens viel abverlangt.“ Es sei schwierig, kurzfristige Kita-Schließungen wegen einer möglichen Corona-Infektion zu vermitteln, wenn allenthalben kommuniziert wird, dass die Einrichtungen offen bleiben.

Zudem habe sich der Synodalvorstand mit Bedauern entschlossen, nun auch die als Ersatz für den traditionellen Dekanatsfestgottesdienst geplante Openair-Adventsandacht mit gemütlichem Beisammensein abzusagen.

Haushalt 2020: Rückführung von Rücklagen zu Gunsten der Gemeinden

Unter anderem beschlossen die Synodalen, Delegierte aus den 16 Gemeinden und dem Pfarrkonvent des Evangelischen Kirchenkreises, den Haushaltsplan 2020. Er ist ausgeglichen und sieht Einnahmen und Ausgaben in einem Volumen von 11,5 Millionen Euro vor, 2,4 Millionen Euro mehr als 2019. Den größten Anteil bilden dabei Personal- und Sachkosten für den Betrieb der neun evangelischen Kindertagesstätten in gemeindeübergreifender Dekanatsträgerschaft.

Der Haushaltsplan sieht ein Abschmelzen der Dekanatsrücklagen zu Gunsten der Kirchengemeinden vor: So verzichtet der Kirchenkreis in diesem Jahr auf den so genannten „Solidarbeitrag“, mit dem sich Kirchengemeinden, in denen Mitarbeitende im gemeindepädagogischen Dienst tätig sind, an dessen Finanzierung beteiligen. Dabei handelt es sich, so der Dekanatssynodalvorstand, um Mittel, die die Kirchengemeinden in den vergangenen Jahren aus eigenen Haushaltsmitteln aufgebracht haben. Sie sollen in die Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinden investiert werden. 

Weitere 4.000 Euro erhält jede Kirchengemeinde in diesem Jahr aus Dekanatsmitteln als Zuweisung in die so genannte „Substanzerhaltung-Rücklage“ für Gebäude, die mit Einführung der doppelten Buchführung erforderlich geworden ist.

Darüber hinaus beschloss die Synode auch die Jahresrechnung des Dekanats für das Haushaltsjahr 2018. Sie war zuvor ohne Beanstandungen geprüft worden.

Noch einmal befassten sich die Synodalen übrigens auch mit dem Namen des künftigen Dekanats. Es bleibt aber alles wie gehabt: Der künftige fusionierte Kirchenkreis wird im Januar als „Evangelisches Dekanat Dreieich-Rodgau“ an den Start gehen.

Dank, Ehrungen und ein filmischer Abschied

Während die knapp 60 Mitglieder der Rodgauer Dekanatssynode turnusgemäß noch bis 2022 im Amt bleiben, endet für den Dekanatssynodalvorstand (DSV) die Amtszeit zum Jahreswechsel mit der Fusion. Sonja Mattes dankte deshalb ihren Vorstandskolleg*innen - Präses Bernhard Rücker, seinem Stellvertreter Dr. Rainer Hollmann sowie Dr. Markus Domschke, Pfarrerin Christina Koch, Pfarrer Sven Sabary, Elke Tomala-Brümmer und Ute Zanger - für ihre engagierte Mitarbeit seit ihrer Wahl 2016. In der ersten gemeinsamen Synode des fusionierten Kirchenkreises am 16. Januar wird ein neuer, gemeinsamer DSV gewählt.

Zum 30. Dienstjubiläum gratulierte Sonja Mattes dem Gemeindepädagogen Claus Ost, der sich nicht nur in der Kinder- und Jugendarbeit der Evangelischen Kirchengemeinde Seligenstadt und Mainhausen engagiert, sondern auch in der Eine-Welt-Arbeit sowie in den Arbeitsfeldern Umwelt und Ökumene des Dekanats. Claus Ost war zudem unter anderem im Rahmen eines Pilotprojekts der Landeskirche in den 90er-Jahren einer der Mitentwickler des „Solidarmodells“, in dem sich Dekanat und Kirchengemeinden bis heute gemeinsam an der Finanzierung von gemeindepädagogischen Stellenanteilen über den Sollstellenplan hinaus beteiligen.

Präses Bernhard Rücker würdigte schließlich das Engagement von Sonja Mattes als stellvertretende Dekanin, vor allem seit der Vakanz der Dekane-Stelle ab März dieses Jahres. Zudem dankte der Vorsitzende der Dekanatssynode dem Vorbereitungsteam um Dr. Markus Domschke für die gründliche Vorbereitung und reibungslose technische Durchführung der digital tagenden Synode. Unter anderem hatten die beiden Verwaltungsmitarbeiterinnen Claudia Batterham und Corinna Jäger, Jugendreferent Boris Graupner und Öffentlichkeitsreferent Kai Fuchs am Freitagabend in der Orga-Zentrale im Dietzenbacher Haus der Kirche „die Stellung gehalten“.

Mit fotografischen Impressionen aus den vergangenen Jahren und Jahrzehnten gestaltete Kai Fuchs von der Öffentlichkeitsarbeit des Dekanats schließlich einen bewegenden filmischen Abschied vom Evangelischen Dekanat Rodgau, der die verschiedenen Handlungsfelder des Dekanats und Höhepunkte des kirchlichen Lebens noch einmal vor Augen führte.

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