Dekanat Rodgau

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Gemeinsam trauern

Aktion „Trauer mit mir“ gestartet

Esther StoschMit der Impulspost „Trauer mit mir“ möchte die EKHN dazu beitragen, die Sprach- und Hilflosigkeit angesichts von Tod und Trauer abzubauen.

Die Evangelische Initiative holt den Umgang mit Tod, Trauer und Trost aus dem Schatten. Kirchenpräsident Jung betonte, dass es meistens sehr helfe, als Trauernder nicht allein zu sein. Menschen angesichts von Leid, Tod und Trauer zu begleiten, sei nach christlichem Verständnis „gelebte Nächstenliebe“.

Tod und Trauer gehören zu den bewegendsten Erfahrungen im Leben von Menschen. Trotzdem führen die Themen im öffentlichen Bewusstsein oft ein Schattendasein. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) rückt vor diesem Hintergrund nun den Umgang mit dem Tod – aber auch die Trauer und das Trösten - ins Zentrum einer groß angelegten Aktion. Unter dem Motto „Trauer mit mir“ macht sie in diesem Herbst in ihrem gesamten Einzugsgebiet von Biedenkopf im Norden bis Neckarsteinach im Süden und von Schlitz im Osten bis Alzey im Westen den Umgang mit dem Sterben zum Thema. Die evangelische Kirche möchte damit Menschen in herausfordernden Momenten praktisch und seelisch unterstützen. 

 

 

Was man einem Trauernden besser nicht sagt 

 

Im Zentrum der Initiative stehen persönliche Briefe an über 1,5 Millionen Kirchenmitglieder mit der Abbildung einer auf dem Kopf stehenden Rose und der Aufschrift „Und jetzt?“. Das Schreiben gibt Anregungen und Hilfestellungen in einer Situation, die für viele das Leben auf den Kopf stellt. Es beschreibt praxisnah, welche Schritte Trauernde gehen und wie Menschen sich gegenseitig trösten können. Der Brief verrät auch, was man einem Trauernden vielleicht besser nicht sagt. Die Aktion wird zudem von rund 500 engagierten Gemeinden vor Ort mit großen Fahnen, Plakaten und eigenen Ideen sowie vielen regionalen Veranstaltungen flankiert. „Trauer mit mir“ gehört in die Reihe der speziellen „Impulspost“-Aktionen, mit denen die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau regelmäßig ihren Mitgliedern besondere Glaubens-Anstöße gibt.

 

 

Der Tod gehört zum Leben 

 

Nach Worten des hessen-nassauischen Kirchenpräsidenten Volker Jung gehöre es zum Leben, dass Menschen auch trauern. „Um einen Menschen zu trauern, ist eine Erfahrung, die aufwühlt und bewegt“, sagte er bei der Vorstellung der Aktion am Dienstag in der Mainzer Johanniskirche. Meistens helfe es sehr, dabei nicht allein zu sein“, so Jung. Menschen angesichts von Leid, Tod und Trauer zu begleiten, sei nach christlichem Verständnis „gelebte Nächstenliebe“. Jung: „Sie drückt die Hoffnung aus: Gott will, dass Menschen leben – auch in der Trauer und über den Tod hinaus. Denn als Christinnen und Christen sind wir überzeugt: Tod und Sterben haben nicht das letzte Wort.“ 

 

Leid ertragen ist Königsdisziplin 

 

Bei der Eröffnung der Aktion schilderte Pfarrerin Nirmala Peters auch ihre Erfahrungen im Umgang mit Trauernden eindrücklich, Nach Worten der Hospiz- und Trauer-Seelsorgerin im Evangelischen Dekanat Ingelheim sei es wichtig, Trauernde nicht allein lassen und „unaufdringlich einfach da bei zu sein“. Ziel könne es dabei nicht sein, „Trauernde „aus der Trauer zu retten“. Für sie stehe die Zeit still und jeder habe einen eigenen Rhythmus der Verarbeitung. In der Trauerarbeit sei es die „Königsdisziplin, das Leid mit zu ertragen und diesen Weg mitzugehen.“

 

Berührungsängste nehmen ab 

 

Der Propst für Rheinhessen und Nassauer Land, Klaus-Volker Schütz, erklärte, dass die Kirche schon seit jeher ein Raum sei, in dem sich Menschen mit dem Thema Tod und Trauer auseinandersetzen konnten. Zuletzt habe er wahrgenommen, wie die Berührungsangst im Umgang mit dem Tod nachgelassen hätten. Eine Chance auch für die weitere Kirchliche Arbeit.

 

"Taschenlöwen" kämpfen mit der Trauer 

 

Carmen Berger-Zell, Trauerexpertin und Referentin bei der Diakonie Hessen für „Gesundheit-Alter-Pflege“ wies auf die vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten für Haupt- und Ehrenamtliche in Fragen der Trauerbegleitung hin. Als Beispiel nannte sie das Projekt „Taschenlöwen“. Es bilde vor allem Lehrkräfte fort um mit Fragen des Sterbens in der Praxis umzugehen. Zudem informierte sie darüber, dass eine neue Handreichung für den Umgang mit Sozialbestattungen erscheinen sei.

 

Spezielle Karten für Hinterbliebene 

 

Der im November bevorstehende Volkstrauertag und der Ewigkeitssonntag bieten besondere Gelegenheit, das Thema in den Gemeinden aufzugreifen und Gottesdienste sowie Andachten und Gesprächsrunden mit den Materialien zur Aktion wie z.B. Erinnerungskerzen zu gestalten. Die Aktion stellt dafür auch eigens gestaltete Karten für Hinterbliebene und Trauerende zur Verfügung. Die Begleit-Website zu dieser Impulspost-Aktion heißt www.trauermitmir.de und bietet praktische Hilfen von der Checkliste für Beerdigungen bis zu Formulierungen für Kondolenzschreiben. Dazu gibt es vertiefende Informationen, tröstende Gebete und Lieder, Buch- und Medientipps, Kontaktadressen für Trauerbegleitung vor Ort und vieles mehr. 

 

 

Instagram und mehr im Einsatz 

 

Das Medienhaus der EKHN wird zugleich noch bis Ende November bis zum Beginn der Adventszeit über das soziale Netzwerk „Instagram“ passende Motive posten und die Impulspost-Aktion mit Social Media Aktivitäten begleiten. Die Evangelische Sonntags-Zeitung wird eine kostenlose Sonderveröffentlichung zur Impulspost herausgeben. Sie ist bestellbar unter: vertrieb@ev-medienhaus.de oder unter Tel. 069-92107 414

 

 

 

Regionale Aktionen 

 

In allen fünf Kirchenregionen – „Propsteien“ – der EKHN finden im Rahmen der aktuellen Impulspost auch besondere Abendveranstaltungen mit Musik statt. 

 

 

Vom Trauern und Trösten in Wort und Klang

 

Evangelische Propstei RHEINHESSEN UND NASSAUER LAND

Sonntag, 3. November 2019, 17 Uhr, Evangelische Kirche Oberneisen, Kirchberg, 65558 Oberneisen

 

Propst Dr. Klaus-Volker Schütz und Dekanin Renate Weigel greifen zusammen mit Instrumentalisten in Oberneisen das Thema der Impulspost in einem musikalischen Gottesdienst auf. „In bin ein Gast auf Erden... Vom Trauern und Trösten in Wort und Klang“ heißt der Trost- und Trauerabend in der Oberneiser Rundkirche. Sterben, ewiges Leben, Trost und Begleitung stehen im Mittelpunkt der Musik und Wortbeiträge in dem 200 Jahre alten Gotteshaus. Weitere Mitwirkende sind Pfarrerin Silke Funk, Pfarrer Armin Himmighofen, Dekanatskantor Markus Ziegler, ein Streicher-Trio des Ensembles „Collegium Musicum“ und Pfarrer Andreas Becker am Saxophon.

 

 

„Was ist, was kommt und was bleibt? Inspirierende Abende zur Impulspost ´Trauer mit mir …`“. 

 

Mit anregender Musik, interessanten Gästen und bewegenden Texten zeigen die vier Abende, wie man andere trösten kann und selbst getröstet wird – und warum es lohnt ist, sich mit den Themen „Tod und Trauer“ zu beschäftigen.

 

Evangelische Propstei NORD-NASSAU

Mittwoch, 6. November 2019, 20 Uhr, Evangelische Kirche Eibelshausen, Kirchstrasse, 35713 Eschenburg

Mit Pröpstin Annegret Puttkammer, dem Chor „In(m)takt Eibelshausen“, Bettina Marloth-Claas (Pfarrerin und Seelsorgerin) und Dr. Fabian Vogt (Pfarrer und Autor des Buches „100 Dinge, die du NACH dem Tod auf keinen Fall verpassen solltest“)

 

Evangelische Propstei OBERHESSEN

Montag, 11. November 2019, 20 Uhr, Evangelische Johanneskirche, Goethestraße 14, 35390 Gießen

Mit Propst Matthias Schmidt, Benjamin Gail (Musiker und Sänger), Sylvia Börgens (Psychologin und Autorin des Buches „Wie aus Trauer Neues wächst“) und Dr. Fabian Vogt (Pfarrer und Autor)

 

Evangelische Propstei STARKENBURG

Montag, 18. November 2019, 19 Uhr, Erica-Küppers-Haus, Herrngartenweg 5 (Gemeindezentrum Braunshardt), 64331 Weiterstadt

Mit Pröpstin Karin Held, Dekan Arno Allmann, Tabitha Oehler (Trauerseelsorgerin), Christian Wirmer (Schauspieler) und Maria José Fernandéz (Musikerin)

 

Evangelische Propstei RHEIN-MAIN

Dienstag, 26. November 2019, 20 Uhr, Evangelische Dreikönigsgemeinde, Tucholskystraße 40 (Gemeindehaus), 60594 Frankfurt

Mit Propst Oliver Albrecht, dem Chor „Surpraise“, Dr. Bernd Oliver Maier (Chefarzt für Palliativmedizin) und Dr. Fabian Vogt (Pfarrer und Autor)

 

 

Hintergrund: Impulspost-Aktionen 
Mit Impulspost-Aktionen spricht die hessen-nassauische Kirche ihre Mitglieder zweimal im Jahr mit besonderen Themen an. Dazu gehören unter anderem Briefe an alle Haushalte im Kirchengebiet sowie Plakat- und Mitmachaktionen vor Ort. Seit 2012 will die EKHN damit einen Glaubens-Anstoß geben. Sie greift dazu Themen auf, die für die Menschen und ihr Zusammenleben wichtig sind und bringt sie mit einer besonderen christlichen Perspektive zu ihren Mitgliedern. Die ersten Vorbereitungen zur aktuellen Ausgabe der Impulspost hatten bereits 2018 begonnen. Beteiligt an der Entstehung waren unter anderem die Öffentlichkeitsarbeit der EKHN sowie eine Projektgruppe mit Engagierten aus Rheinhessen und dem Zentrum Seelsorge in Friedberg. Die professionelle Umsetzung übernahmen wieder die Agentur „gobasil“ (Hamburg / Hannover) und das Evangelische Medienhaus der EKHN (Frankfurt). Die nächste Aktion zum Thema „Beten“ ist für das Frühjahr 2020 vorgesehen. 

 

 

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