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Gegen alle Widerstände

Gedanken zur Jahreslosung 2020

von Pfarrer Alexandru Lita, Evangelische Kirchengemeinde Seligenstadt und Mainhausen

»Ich glaube; hilf meinem Unglauben.«

Evangelium nach Markus • Kapitel 9, Vers 24
Jahreslosung 2020

Widersprüchlich. Zwiegespalten. So sind wir Menschenkinder. Von Anfang an. Zum Ebenbild Gottes bestimmt – und doch so tief gefallen. Fähig, die höchsten und edelsten Gefühlen zu empfinden – und zugleich bereit zu unaussprechlichem Leid und Grausamkeit. Gut und böse. Gerecht und Sünder zugleich.

Und die Liste kann endlos weitergeführt werden. Jeder Lebensbereich ist von dieser Spannung geprägt. Auch der Glaube macht keine Ausnahme. Ein Sprichwort sagt: Der Glaube versetzt Berge. Und das ahnen und wissen wir. Und doch zweifeln und verzweifeln wir daran – immer wieder.

Wir finden auch immer wieder gute Gründe: „Wird eh nicht funktionieren“; „Es ist unmöglich“; „Ist zu kompliziert“; „Ich habe keine Zeit; ich bin beschäftigt“; „Ich bin zu klein, zu unbedeutend“; „Es wird sich eh nichts ändern“; „Die machen doch sowieso, was sie wollen; die hören nicht auf uns“...

Ich kenne diese Sätze allzu gut, denn ich benutze sie oft. Und bin immer wieder froh, wenn ich Mitmenschen entdecke, die diese Ausreden widerlegen. Ohne diese Menschen gäbe es keinen Martin Luther, keinen Abraham Lincoln, keinen Mahatma Ghandi, keinen Martin Luther-King, keinen Nelson Mandela, keine Greta Thunberg. Menschen, die sich gegen alle Widerstände durchgesetzt haben.

Menschen, die anfangs belächelt wurden für das, was sie gedacht oder gemacht haben, weil es schier unmöglich schien. Sicherlich hatten auch sie ihre Zweifel und Anfechtungen. Doch sie ließen nicht locker. Sie glaubten fest daran und hatten Erfolg – allen Widerständen zum Trotz.

Ja, das sind große Persönlichkeiten! Aber ich... ? Ich bin nicht so mutig, so kühn, so beherzt, so entschlossen. Das weiß ich. Und das weiß auch Gott. Er kennt mich, so wie ich bin, mit meinen guten und mit meinen schlechten Seiten. Ihm reicht es, wenn ich mit den Worten des Vaters eines kranken Kindes - die Jahreslosung für 2020 - bekenne:

„Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ (Markus 9,24)

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