Dekanat Rodgau

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Auszeit!

von Sandra Scholz, Pfarrerin für Gesellschaftliche Verantwortung und Ökumene
in den Evangelischen Dekanaten Rodgau und Dreieich

„Schön, dass Du wieder da bist!“ So sagen es im besten Fall in diesen Tagen viele Menschen zueinander, wenn der oder die andere aus dem Urlaub zurück ist und der Alltag zusammen wieder anfängt.

Eine kleine oder größere Auszeit, ob am Meer, den Bergen oder einfach mal mehr Zeit in den heimischen vier Wänden, bringt manchmal einiges mit sich. Im besten Fall sind es Erholung und neue Perspektiven.

Wie aber ist es eigentlich, wenn so eine Auszeit nicht freiwillig geschieht?  Wenn ich mir die Auszeit sozusagen nicht selbst aktiv nehme, sondern viel eher reagiere auf eine Krankheit, auf eine Phase mit geringer Kraft, auf etwas, das mich hindert?

Oder mehr noch: ist es überhaupt  eine Auszeit, wenn etwas von außen kommt, das einen dazu zwingt, anzuhalten?

Denn gut erscheint uns meist vor allem das, was wir selbst bestimmt haben, und dazu gehören Krankheiten, Verluste, Hürden im Leben einfach nicht. Dennoch sind sie da und wirken. Denn mit ihnen geht das Leben für eine Zeit langsamer, und auch dadurch können sich Perspektiven verändern: darauf, was wichtig ist, darauf, was schon und immer noch da ist. Unmissverständlich  machen solche Zeiten klar: Nicht Du bist es, der Dein Leben hält. 

Als Christ*innen glauben wir an einen Gott, der schon bei der Schöpfung der Welt für uns eine Auszeit, eine Ruhezeit, eingeplant hat. Es ist der einzige Tag von allen, den Gott segnet und heiligt, weil er an ihm ruht. Die Auszeit, die Ruhe hat danach schon in der Schöpfung eine besondere Bedeutung.

Auch darum ist es gut, dass es Auszeiten gibt, freiwillige und auch unfreiwillige, denn sie bieten Raum zum Innehalten und manchmal für neue Sichtweisen. Sie sind für uns Menschen da, zu unserem Heil, wie Jesus es sagt. Sie sind dazu da, unsere Hände in den Schoß zu legen und darauf zu hoffen, dass Gott sie neu füllt. Sie sind dazu da, unsere Hände nacheinander auszustrecken  und uns gegenseitig zu schenken, was wir brauchen. Manchmal ist das einfach nur ein gutes Wort: „Schön, dass Du wieder da bist!“

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