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Ostern fällt nicht aus!

von Pfarrerin Andrea Schwarze, Evangelische Christus-Gemeinde Dietzenbach

„Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich“

Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth, Kapitel 15, Vers 42

Stell dir vor, du gehst am Ostersonntag zur Kirche und der Gottesdienst fällt aus.
Ist die Pfarrerin kurzfristig erkrankt? Hat die Kirche einen Wasserschaden? April, April?

Wir wissen alle, dem ist nicht so, und waren sogar seit dem 16. März darauf vorbereitet, als es hieß, die Gottesdienste werden mindestens bis zum 30. April abgesagt.

Ich habe wissenschaftlich nicht nachgeforscht, aber sicherlich ist das in der Kirchengeschichte so gut wie nicht belegt, dass die Gottesdienste aufgrund einer länderübergreifenden Erkrankung ausgefallen sind.

Sehr wahrscheinlich zu den großen Pestzeiten in der Frühgeschichte und im Mittelalter.

Das ist Geschichte! Und plötzlich sind wir, bin ich, selber mittendrin in der Geschichte. Das bin ich natürlich immer. Nun aber scheint es ein sehr historischer Moment zu sein und fühlt sich gar nicht gut an.

Nicht großartig, nicht toll, nicht erhebend.

Mich beeindruckt, dass viele Menschen versuchen, das Beste daraus zu machen, dass viele mit sehr großem Einsatz in ihren Aufgaben und Berufen mit großem Engagement dabei sind. Und doch: Die Kirchentür bleibt für die Gottesdienste an Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern geschlossen.

Es sind ganz besondere Gottesdienste an diesen Tagen, in der Regel kreativ und liebevoll in Teams vorbreitet, jeder Gottesdienst mit seinem eigenen Charakter. Die Kirchentüren bleiben für die Gottesdienste geschlossen.

Das heißt nicht: Ostern fällt aus.

Wir werden als Christen ganz unterschiedliche Wege finden, die Tage zu begehen, viele feiern in ihren Familien Hausgottesdienste und/oder sind verbunden mit einer Gottesdienstgemeinschaft im Internet, Fernsehen, Radio, über einen Brief, über eine bestimmte Uhrzeit.

An Ostern lautet die Botschaft: Der Herr ist auferstanden!

Nicht anderes wünschen wir uns für die Tage nach Ostern, dass das Leben wieder beginnt, dass den öffentlichen Plätzen und Cafés wieder Leben eingehaucht wird, die Menschen sich treffen können, die Kirchentüren wieder für die Gottesdienste offen sind, ohne dass das Corona-Virus allzu viel Schaden angerichtet hätte.

Der Apostel Paulus spricht in seinem Vers im Korintherbrief, der der Monatsspruch für April ist, von der Auferstehung: Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.

Das ist die Osterbotschaft, mit der wir das Leben feiern.

Diese großartige Botschaft: Jesus ist auferstanden, kann nicht ausfallen oder verschoben werden.

Es wird mich wehmütig stimmen, Ostern dieses Jahr nicht in einem Gottesdienst in der Kirche mit anderen feiern zu können. Mit anderen dagegen ganz bestimmt.

Trotz allem freue mich auf dieses Fest wie jedes Jahr.

Auf das Fest des Lebens. Kein Scherz!

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