Dekanat Rodgau

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„Netze knüpfen“

Ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingsarbeit im Bereich des Evangelischen Dekanats Rodgau

In der Arbeit mit Flüchtlingen vor Ort kommt viel ehrenamtliches Engagement zum Einsatz. Dennoch fallen für das, was für Sprachkurse, Alltagshilfen, Spiel- und Sportgruppen oder Feste gebraucht wird, immer auch Kosten an.

Mit „Netze knüpfen“ bietet das Evangelische Dekanat Rodgau mit Kirchengemeinden verbundenen ehrenamtlichen Flüchtlingshilfeinitiativen und –projekten im Gebiet des Evangelischen Dekanats Rodgau für das Jahr 2015 eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 400 € je Kirchengemeinde an.

Nun zog der Koordinator des Projekts, Dr. Boris Slamka, Referent für Gesellschaftliche Verantwortung des Evangelischen Dekanats Rodgau, eine rundum positive, erste Bilanz:

In neun Kirchengemeinden fand das Projekt bisher Nachhall. Meist ging es dabei um die praktische Unterstützung der Flüchtlingsarbeit vor Ort wie den Betrieb von Fahrradwerkstätten oder die Durchführung von Deutsch-Kursen, aber auch Begegnungen und Feste sowie die Schaffung von Strukturen für eine gelingende Flüchtlingsarbeit wurden vom Kirchenkreis aus Mitteln des EKHN-Flüchtlingsfolds gefördert: 

  • Ev. Trinitatisgemeinde Rodgau-Rembrücken: Aufbau der Flüchtlingshilfeinitiative „GU Schillerstraße / Gegen die Langeweile“ (Finanzierung von Fahr- und Eintrittskarten für Ausflüge zur Fasanerie und zu mehreren Freizeitzielen im Umland sowie Ausstattung der Fahrrad-Reparatur-Werkstatt in der Schillerstr. 18 mit Reparaturmaterial (Schrauben, Ketten, Schläuche, Bremsbelege etc.)).
  • Ev. Kirchengemeinde Heusenstamm: Deutschkurse im Gemeindezentrum Leibnizstr. 57; Begegnungscafé mit Flüchtlingen im Seniorenzentrum Herderstraße; Ökumenische Kleiderkammer in der Eisenbahnstraße sowie Ökumenische Fahrradwerkstatt Heusenstamm.
  • Ev. Kirchengemeinde Nieder-Roden: Hausaufgabenbetreuung für Flüchtlingskinder (Schreib- und Bastelmaterial; Bewirtung); Café für Flüchtlingsfrauen (Bewirtung; Einkauf von Lebensmitteln für das gemeinsame Kochen).
  • Ev. Kirchengemeinden Ober-Roden und Petrusgemeinde Urberach: Gemeinsame Durchführung des „Freundschaftsfests auf der Bulau“ mit dem Netzwerk für Integration Rödermark und dem Freundeskreis Flüchtlinge Rödermark.
  • Ev. Kirchengemeinde Klein-Auheim: Unterstützung der im Pfarrhaus untergebrachten iranischen Flüchtlingsfamilie (Anschaffung von Lehr- und Übungsmaterial für die Sprachkurse der Erwachsenen; Fahrkarten für gemeinsame Ausflüge).
  • Ev. Kirchengemeinde Steinheim am Main: Wöchentlicher offener Treff „get-together“ im Steinheimer Familien- und Generationenzentrum (StFGZ) für Flüchtlinge der nahegelegenen Unterkunft; wöchentliches Treff-Angebot mit Beratung im Wohnheim „Meeting Point“; Durchführung von Sprachangeboten im StFGZ; Anschaffung von Sportmaterial und -kleidung für Kooperationsveranstaltungen mit Steinheimer Sportvereinen; Fahrradworkshop auf dem Gelände des Wohnheims und weiteres.
  • Ev. Kirchengemeinde Hainburg: Fahrradtraining für Flüchtlingsfrauen (Kauf und Verleih von Fahrrädern; Anschaffung von Reparaturmaterial).
  • Ev. Kirchengemeinde Seligenstadt und Mainhausen: Unterstützung und Mitarbeit bei den Initiativen „AK Willkommen in Seligenstadt“ und „Soziales Netzwerk Mainhausen“ (Veranstaltung von Infoabenden zu neuen Unterkünften; Advent für Flüchtlingskinder; Fahrkarten zu Sprachkursen; Infoveranstaltungen zu Asylrecht, Traumatisierung und weiteren Themen etc.)
  • Ev. Christus-Gemeinde Dietzenbach und Ev. Martin-Luther-Gemeinde Dietzenbach: Unterstützung und Mitarbeit bei der Flüchtlingshilfe Dietzenbach (Café International; Fahrradwerkstatt; Sprachkurse).

Darüber hinaus wurden Kirchengemeinden bei der lokalen Verneetzung in der Flüchtlingsarbeit beraten, und im Rahmen mehrerer dekanatsweiter Koordinationstreffen hatten auch die Verantwortlichen vor Ort die Möglichkeit, Erfahrungen und Praxistipps auszutauschen.

"Für die Kirchengemeinden, die davon Gebrauch machten, bedeutete die Verwendung des Geldes in allen Fällen einen spürbaren Mehrwert", so das vorläufige Fazit von Dr. Slamka. "Viele Ideen und Pläne konnten nicht nur in die Tat umgesetzt werden, sie führten auch zu einer verstärkten Zusammenarbeit mit allen an der Flüchtlingsarbeit Beteiligten vor Ort."

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